Die warmen Sonnenstrahlen locken uns im Frühling ins Freie. Während wir dabei zusehen, wie rund um uns alles zu blühen beginnt und die ersten Schmetterlinge herumflattern unterschätzen wir häufig die Stärke der Sonne. Besonders viele holen sich zu dieser Jahreszeit einen Sonnenbrand. Mit dem richtigen Sonnenschutz können Sie dem aber vorbeugen.

Welche Arten von Sonnenschutz gibt es

Beim Sonnenschutz unterscheidet man physikalische und chemische Filter. Es sind zwei unterschiedliche Wirkprinzipien.

1. Physikalische Filter sind rein mineralische Filter, die keine Chemie enthalten. Die verwendeten Mikropartikel (Zinkoxid oder Titanoxid) bilden auf der Haut eine weiße Schicht, dringen aber dafür nicht in die Haut ein. Da der Schutz nur an der Oberfläche gegeben ist, sollte stets nachgecremt werden. Aufgrund des Weißeffekts ist dieser Filter bei vielen unbeliebt. Außerdem trocknet er die Haut aus. Für Kleinkinder und Allergiker sind Produkte mit physikalischem Filter aber eine sehr gute Wahl.

2. Chemische Filter reflektieren die Sonnenstrahlen nicht, sondern wandeln sie in harmlose Wärmestrahlung um. Die enthaltenen Stoffe dringen in die Haut ein und bilden einen unsichtbaren Schutzfilm. Ein Nachteil ist, dass chemische Filter bei empfindlichen Menschen Hautaller- gien auslösen können.

Tagescreme mit Lichtschutz

Achten Sie beim Kauf von Kosmetika, die Sie im Frühjahr und Sommer benutzen, auf einen integrierten Sonnenschutz. Diese Produkte sind auf den Packungen mit einem Lichtschutzfaktor ausgewiesen, kurz LSF, oder im Englischen Sun Protection Factor (SPF). Diese Produkte eignen sich sehr gut für den Alltag.

Die beste Zeit für die Bildung von Vitamin D ist von März bis Oktober, jeweils etwa zwischen 10 und 15 Uhr.

Welcher Sonnenschutz eignet sich für mich

Sonnenschutzprodukte sind in vielen Varianten verfügbar. Als Creme, Lotion, Fluid, Spray, Öl, Gel oder Milch. Hauptsächlich unterscheiden sie sich im Fett- beziehungsweise Wassergehalt.

  • Ein Fluid zieht schnell ein und klebt nicht. Daher ideal für Männer oder bei sportlichen Aktivitäten oder in Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit.
  • Sonnenschutzgele auf Wasserbasis enthalten keine Fette und sind daher für Sonnenallergiker und zu Akne neigende Menschen ideal.
  • Sprays erleichtern Männern mit Glatze oder schütterem Haar das Leben. Mit dem Spray sind auch schwer zugängliche Körperregionen wie etwa der Rücken gut erreichbar.
  • Sonnenschutzöl eignet sich auch gut für trockene Haut. Menschen mit sehr fettiger Haut sollten etwas anderes verwenden.
  • Menschen, deren Haut zu Akne, Rosacea oder zu allergischen Reaktionen neigt, sollten besser zum mineralischen Schutz greifen. Produkte mit Duft- und Konservierungsstoffen sollten gemieden werden.

Erholung für die Haut

Pflegen Sie Ihre Haut nach dem Sonnenbad mit einer kühlenden und wasserhaltigen Lotion, die nicht fettet. Wund- und Heilsalben sind aufgrund ihres hohen Fettgehalts nicht ratsam, da sie für einen Wärmestau sorgen können. After-Sun-Produkte eignen sich hervorragend dafür. Sie enthalten oft Vitamine mit antioxidativer Wirkung. Dazu zählen die Vitamine C und E, welche die Haut vor Freien Radikalen schützen und der vorzeitigen Hautalterung entgegenwirken. Sonnenallergische Reaktionen können durch Kalzium reduziert werden. Um die Haut zu beruhigen, können Sie auch einen Thermalwasserspray benutzen. Es hat einen zusätzlichen Kühlungseffekt, wenn Sie den Spray im Kühlschrank aufbewahren.

Empfindliche Kinderhaut

Bei Säuglingen und Kleinkindern funktioniert der Eigenschutzmechanismus der Haut noch nicht so wie bei Erwachsenen. Kinderhaut ist dünner und empfindlicher. Außerdem ist die Produktion des braunen Hauptfarbstoffs Melanin noch gering. Aus all diesen Gründen sollten die Kleinsten im Idealfall überhaupt nicht in die pralle Sonne.

  • Schützen Sie die Kleinen so gut es geht vor der Sonne.
  • Auch Kinder sollten Sonnenbrillen aufsetzen.
  • Atmungsaktive Materialien schützen vor einer Überhitzung.
  • Seien Sie Kindern ein gutes Vorbild – der Nachwuchs wird es Ihnen gleichtun.
  • Bei Kindern sind mineralische Sonnencremes chemischen vorzuziehen.
  • Babys und Kleinkinder mit Sonnenbrand bringt man am besten zum Arzt.

Augen nicht vergessen

Auch die Augen sollten vor den UV-Strahlen geschützt werden. Mit einer Sonnenbrille können Sie eine Schädigung des Auges und der Netzhaut vermeiden. Achten Sie beim Kauf Ihrer Sonnenbrille auf den Hinweis „UV 400“. Diese Kennzeichnung steht für ausreichenden Sonnenschutz, zudem sollte die Brille am Gesicht anliegen oder einen Seitenschutz bieten.

Sonnen-Tipps vom Apotheker

  • Vermeiden Sie einen Sonnenbrand, um das Risiko einer späteren Hautkrebserkrankung minimal zu halten.
  • Ihr Sonnenschutzmittel sollte nicht nur gegen UVB-, sondern auch gegen UVA-Strahlen wirken.
  • Tragen Sie das Sonnenschutzmittel großzügig auf: Ein Erwachsener soll ungefähr drei Esslöffel auf dem Körper verteilen.
  • Sowohl Kinder als auch Erwachsene sollten ihre Augen mit einer Sonnenbrille schützen, eine Kopfbedeckung und schützende Kleidung tragen.
  • Meiden Sie besonders die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr
  • Manche Medikamente machen die Haut sonnenempfindlicher oder lösen beim Sonnenbaden Allergien aus.
  • Tragen Sie keine Kosmetika, Parfüms oder Deos auf, wenn Sie in die Sonne gehen, sonst kann es zu bleibenden Pigmentflecken kommen.
  • Lassen Sie regelmäßig eine Muttermalkontrolle vom Hautarzt durchführen.

Wir beraten Sie gerne persönlich zu diesem Thema!

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